Umstellung auf Sommerzeit

Freitag, 27. März 2020, 16:06 Uhr

Auf Sonntag, 29. März werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Dadurch geht uns eine Stunde verloren. Die Tipps der Schlafpsychologin Vivien Bromundt können helfen, die Zeitumstellung schnell zu überwinden.

Die Zeitumstellung raubt uns eine Stunde Schlaf. Es gibt Menschen, die das merken mit einem kleinen Jetlag. Sie sind müde und kommen nicht in die Gänge. Die Corona-Epidemie fordert uns zusätzlich heraus. Home-Office und häusliche Isolation bergen die Gefahr, dass wir aus dem Takt geraten, mit negativen Konsequenzen für Psyche und Körper. Mit dem richtigen Verhalten können wir die innere Uhr schnell an die neue Zeit anpassen und an die besonderen Herausforderungen:

Für eine gute Tagesstruktur und den Abbau von Stress gilt:

  • Halten Sie eine Tagesstruktur ein. Folgen Sie einer Routine mit einem regelmässigen Schlaf-Wach-Rhythmus, regelmässigen Mahlzeiten sowie geplanten Arbeits- und Lernzeiten.
  • Halten Sie Kontakt zu Ihrem Umfeld, zum Beispiel per Telefon oder über Videotelefonie.
  • Gestalten Sie Ihre Tagesstruktur nach den Lichtverhältnissen – ruhen Sie in der Nacht und seien Sie aktiv, wenn es hell ist.


Tageszeit ist Lichtzeit und Aktivzeit:

  • Stehen Sie morgens immer zu gleichen Zeit auf und halten Sie ein Morgenritual ein – Morgenpflege, anziehen, frühstücken – und starten Sie aktiv in den Tag.
  • Tageslicht aktiviert und wirkt antidepressiv. Lassen Sie das Licht in Ihre Wohnung, machen Sie die Vorhänge auf, sitzen Sie am Fenster, auf dem Balkon, oder machen Sie einen Spaziergang – natürlich nicht in Gruppen.
  • Bleiben Sie in Bewegung. Bewegung und Sport wirken sich positiv auf unsere Psyche aus und sind das beste Mittel gegen Müdigkeit.
  • Vielleicht haben Sie jetzt Zeit, einem Hobby nachzugehen, dass Sie schon immer einmal ausprobieren wollten – Malen, Musik machen, Spielen, eine Sprache lernen?


Nachtzeit ist Dunkelzeit und Ruhezeit:

  • Lassen Sie abends den Tag in Ruhe ausklingen, die innere Uhr bereitet sich jetzt auf den Schlaf vor.
  • Vor dem Schlafen braucht die innere Uhr gedimmtes Licht. LED-Bildschirme in kurzer Distanz zu den AUgen unterdrücken das Hormon Melatonin, das den Schlaf vorbereitet. Nutzen Sie daher auf Computer, Tablets und Handys Blaulichtfilter und reduzieren Sie die Helligkeit. Halten Sie den Fernseher auf Distanz.
  • Konsumieren Sie News bewusst und gezielt und halten Sie sich an seriöse Informationsquellen. Ununterbrochener Medienkonsum mit belastenden Bildern fördert Anspannung und Angst.
  • Beenden Sie den Tag mit dem üblichen Bettgeh-Ritual.


Bleiben Sie im Rhythmus und gesund!